Posts filed under 'Bildung'
Landeskongress zu Ökologie in Cottbus
Der nächste Landeskongress mit Landesmitgliederversammlung (LMV) der GRÜNEN JUGEND Brandenburg steht vor der Tür. Er findet am 10./11. Oktober in Cottbus statt und beschäftigt sich mit dem Thema Ökologie und Wirtschaft in der Lausitz.
Am Samstag wird es gemeinsam mit der Umweltgruppe Cottbus eine spannende Aktion geben, die auf die Zerstörung und das Aussterben vieler sorbischer/wendischer Dörfer durch die Braunkohlegewinnung in der Lausitz aufmerksam machen soll. Am zweiten Kongresstag, der eigentlichen LMV, stehen dann die Auswertung der Landtags- und Bundestagswahl in Brandenburg, die Finanzen der GRÜNEN JUGEND Brandenburg sowie die Wahlen auf dem Programm.
Wer interessiert ist, kann hier mehr Informationen bekommen.
Leider werde ich selbst nicht am letzten Landeskongress meiner Amtszeit teilnehmen können, da ich bereits mein Auslandssemester in der Tschechischen Republik begonnen habe. Ich wünsche dennoch allen Teilnehmenden einen erfolgreichen Kongress, ergebnisorientierte Diskussionen und zufriedenstellende Landesvorstandswahlen!
picture: Ruta & Zinas / license: creative commons
Add comment Oktober 6, 2009
Erster Workshop des AK Lyrisches Wir
Vom 16.-18. Oktober findet der 32. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND in Weimar statt.
Der AK Lyrisches Wir will diese Gelegenheit nutzen, um einen ersten gemeinsamen Workshop für alle Interessierten anzubieten.
Dieser soll als Eröffnungspodium für die offizielle Gründung und das erste Treffen des Arbeitskreises dienen:
175 Jahre Hessischer Landbote – Wie agitieren wir heute?
Vor 175 Jahren schrieb und verteilte Georg Büchner die Flugschrift „Der Hessische Landbote”, in der er die Landbevölkerung auf den einzigen Ausweg aus ihrer misslichen Lage hinwies: Die Revolution gegen ihre Ausbeuter_innen. Die Schrift war so erfolgreich, dass sie noch einmal nachgedruckt werden musste.
Durch die Beschäftigung mit dem Text soll folgend ein Diskurs erreicht werden: Wie können wir Personen, die nicht aus bildungsbürgerlichen Zusammenhängen stammen, erreichen? Was ist die Macht des Wortes heute noch wert? Ein Element der Diskussion wird auch sein, wie Personen mit Lernschwierigkeiten in die Politik integriert werden können.
Add comment August 28, 2009
Neugründung: AK Lyrisches Wir
„Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf!“ – Kurt Tucholsky
Der AK Lyrisches Wir ist ein neugegründeter Arbeitskreis innerhalb der GRÜNEN JUGEND.
Wir verstehen uns als offene Plattform für junggrüne Menschen, die mehr philosophische Gedanken in die Politik bringen wollen. Bereits Bertolt Brecht appellierte seit jeher an das Denken, das er im übrigen zu „den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse“ zählt. Sein Lob der Denkarbeit, die für ihn die Voraussetzung für das Schreiben ist, stellt zugleich eine Anerkennung des reflektiven Charakters von Sprache dar, die das Zeitgeschehen kritisch hinterfragt.
Für uns bedeutet kritisches Denken, sich mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzen. Wir wollen die Dinge, die uns umgeben, nicht einfach hinnehmen oder uns ihnen ohnmächtig ausgeliefert wissen. Wir wollen sie sehen, erkennen, aufnehmen, reflektieren und kritisch hinterfragen.
Wir laden ein, mit uns zu denken, denn ein lyrisches Wir kann nur durch den Geist seiner individuellen Gedanken wachsen. Wenn das Leben ein Gedicht ist, müssen wir seine Stimme sein.
Weitere Informationen erhaltet ihr auf unserer Website:
http://www.lyrischeswir.wordpress.com
Werdet Mitglied unserer Facebook-Gruppe:
http://www.facebook.com/group.php?gid=123748791695&ref=nf
Add comment August 13, 2009
Barrierefreie Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl
Am 4. September 2009 veranstaltet der Deutsche Gehörlosen-Bund in Zusammenarbeit mit dem Gehörlosenverband Berlin eine barrierefreie Podiumsdiskussion zum Bundestagswahlkampf:
Von 17-20 Uhr werden in der Passionskirche in Berlin Politiker der fünf großen Parteien ihre Wahlprogramme und ihre Ziele bzgl. der Teilhabe und Inklusion hörbeeinträchtigter Menschen vorstellen.
Gebärdensprach- und SchriftsprachdolmetscherInnen werden die Diskussion simultan übersetzen. Um Anmeldung wird gebeten. Das Plakat zur Veranstaltung findet sich hier. Weitere Informationen gibts hier.
Mir fällt auf, dass die Posten der behindertenpolitischen SprecherInnen der Parteien alle mit Männern besetzt sind. Ein Manko, wie ich finde. Ob dies daher rührt, dass Frauen und Behinderten die Rolle der defensiven Unterlegenen nachgesagt wird und eine Frau als behindertenpolitische Sprecherin von daher schon von Vornherein die schlechteren Karten hätte?
picture/copyright: Deutscher Gehörlosenbund
Add comment August 6, 2009
Grünes Wahlprogramm in Leichter Sprache
Die sächsischen Grünen machen es vor: Ihr Wahlprogramm zur Landtagswahl am 30. August 2009 ist in Leichter Sprache geschrieben.
Eine Sprache für alle!
Die Verwendung der Leichten Sprache, auch Einfache Sprache genannt, ist eine sehr sinnvolle Methode zur Vermittlung von Informationen. Leichte Sprache trägt dazu bei, von besonders vielen Menschen verstanden zu werden.
Sie umgeht lange Sätze und Fremdwörter und spricht vor allem Menschen mit geringen sprachlichen Fähigkeiten an. Aber auch Kinder und MigrantInnen können von ihr profitieren, da sie das Textverstehen enorm erleichtert.
Ein Auszug aus dem Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen ist zum Beispiel:
Gleiche Rechte für alle
Demokratie bedeutet,
dass alle Menschen die gleichen Rechte haben.
Darüber gibt es Gesetze.
Aber man muss auch dafür kämpfen,
dass alle sich daran halten.
Zum Beispiel:
- Diskriminierung bekämpfen
Diskriminierung bedeutet:
Ein Mensch wird schlechter behandelt als ein anderer Mensch.
Zum Beispiel wegen der Hautfarbe.
Oder wegen einer Behinderung.
Die GRÜNEN unterstützen Vereine,
die Diskriminierung bekämpfen.Und die GRÜNEN wollen mehr Toleranz.
Toleranz bedeutet:
Alle Menschen ernst nehmen.
Egal ob sie eine andere Hautfarbe,
eine andere Religion
oder eine Behinderung haben.
Das komplette Programm kann hier als PDF-Datei angesehen werden.
Leichte Sprache verbreiten!
Es ist wichtig, die Leichte Sprache vermehrt in unterschiedlichen Medien anzubieten, um tatsächlich so viele Menschen wie möglich direkt ansprechen zu können. Vor allem für Internetpräsenzen bietet sich diese Form des Abbaus von Barrieren besonders an.
Add comment Juli 29, 2009
FOCUS sollte in den DUDEN schauen.
Es ist eine gute Botschaft, die FOCUS online seinen LeserInnen vermitteln will. Nach dem schweren Erdrutsch von Nachterstedt ist einer der Vermissten wieder aufgetaucht. Im Artikel „Vermisster Sohn ist wohlauf“ heißt es:
„Das Schicksal eines 22-Jährigen nach dem verheerenden Erdrutsch in Nachterstedt war lange unklar. Jetzt steht fest: Er lebt. Für seinen Vater und ein Ehepaar besteht kaum noch Hoffnung. Der taubstumme Mann meldete sich am Sonntag bei den Einsatzkräften in Nachterstedt.“
Aufgrund der Verwendung der Bezeichnung „taubstumm“ machte ein Leser die Redaktion in einem Kommentar auf die diskriminierende Bedeutung der Begrifflichkeit aufmerksam:
„In Ihrem Artikel ist von einem ‘taubstummen’ Mann die Rede, welcher (glücklicherweise) unversehrt blieb. Sollte, wie ich annehme, dieser Mann die Fähigkeit besitzen Laute zu artikulieren, auch wenn mancher das Gesprochene nicht verstehen kann, kann hier keinesfalls von einem Taubstummen gesprochen werden. Der Betroffene würde dies zu Recht als diskriminierend empfinden. Richtig wäre in diesem Fall die Bezeichnung ‘gehörlos’! Bitte auch nachlesen bei wikipedia oder anderweitig googeln…! Liebe focus-Redaktion!!! Bitte die Wortwahl gegebenfalls korrigieren!!!“
FOCUS online schrieb in seiner Antwort unter den Kommentar:
„Anm.d.Red.: Nach den Informationen, die uns derzeit vorliegen, ist der Mann taubstumm.“
Ohne Worte. Vielleicht sollte die Redaktion zur Abwechslung auch einfach mal in den DUDEN schauen.
picture: Darwin Bell / license: creative commons
Add comment Juli 20, 2009




