Archive for November 2009

Erfolgreich geSPUNKt!

Wieder einmal liegt ein ereignisreiches Wochenende hinter mir. Diesmal zog es mich nach Berlin, wo die Redaktion des SPUNK (Zeitung des Bundesverbandes der GRÜNEN JUGEND) tagte. Freie Bildung für alle. Freies Lernen. Es wurde wie immer viel diskutiert, die vergangene Ausgabe ausgewertet, nachgedacht und an den Abenden auch nett gefeiert.

Die kommende Ausgabe, die im März 2010 erscheinen soll, wird unter dem Thema Bildung stehen. Wir wählten dieses Thema, da die GRÜNE JUGEND im kommenden Jahr eine Bildungsoffensive starten will, mit der sie einerseits ihr bildungspolitisches Profil explizit definieren und andererseits verstärkte Bildungsarbeit durchführen will.

Nach einem intensiven Wochenende in Berlin bin ich nun wieder nach Prag zurückgekehrt und freue mich, mich an der Univerzita Karlova weiter bilden zu können.

picture: Christoph Liebentritt / license: creative commons

Add comment November 30, 2009

Sozialpolitik in den SPUNK!

Seit April dieses Jahres bin ich Redaktionsmitglied des SPUNK („Spontan. Politisch. Und. Natürlich. Kritisch!“), der Zeitung des Bundesverbandes der GRÜNEN JUGEND. Innerhalb der letzten Monate haben wir zwei Ausgaben des SPUNK herausgebracht, denen ich jeweils einen Artikel beisteuerte.

Discapacidad / Physical Disability Der erste SPUNK (Nr. 58, 2/09) widmete sich den Medien. Gleich der ersten Ausgabe meiner Redaktionsmitgliedschaft steuerte ich den Leitartikel „Wir wollen auch verstehen! Wir haben ein Recht darauf!“ bei. In ihm geht es um mediale Barrierefreiheit, um Demonstrationen von Gehörlosen für 100 Prozent Untertitel im Fernsehen, um zu kleine Schriften und zu geringe Kontraste und darum, dass letztlich alle von Barrierefreiheit profitieren.

Im aktuellen SPUNK (Nr. 59, 3/09), der sich dem Themenkomplex Genuss und Drogen widmet, befindet sich mein Artikel „Sex, Drugs & Rock’n'Rollstuhl“. Er befasst sich mit der Sexualbegleitung für Menschen mit Behinderung und ist entstanden im intensiven und sehr anregenden Austausch mit Erich Hassler, der selbst als Sexualbegleiter arbeitet und mir seine Beweggründe für die Wahl dieses recht ungewöhnlichen und vor allem sehr unbekannten Berufs schilderte.

Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen sozialpolitischen Beiträgen zum Thema Behinderung und Integration meinem Wunsch, das sozialpolitische Profil der GRÜNEN JUGEND zu schärfen, ein wenig näher kommen konnte und hoffe, dies auch in Zukunft tun zu können!

picture: panshipanshi / license: creative commons

Add comment November 23, 2009

Kontrastreiches Südosteuropa.

4 Personen, 8 Tage, 1 VW-Bus, viele Ziele:

Praha (CZ), Bratislava (SK), Osijek (HR), Vukovar (HR), Đakovo (HR), Sarajevo (BiH), Konjic (BiH), Mostar (BiH), Kotor (MNE), Dubrovnik (HR), Split (HR), Trogir (HR), Zadar (HR), Zagreb (HR), Maribor (SLO), Wien (A), Praha (CZ).

Ein faszinierend kontrastreiches Südosteuropa wartete darauf, entdeckt zu werden.

Wasserturm von Vukovar (Kroatien)

Wasserturm von Vukovar (Kroatien)

Der Krieg hat seine Spuren hinterlassen. Der Wasserturm von Vukovar gilt als Kroatiens Mahnmal wider menschliche Stupidität.

Sarajevo (Bosnien und Herzegowina)

Sarajevo (Bosnien und Herzegowina)

Eine Stadt der Gegensätze. Der Ruf des Muezzins wird von Glockengeläut begleitet und das bunte Leben Sarajevos lässt sich vom Smog, der sich während des Tages über die Stadt legt, scheinbar nicht beeinträchtigen.

Landminengefahr in Bosnien und Herzegowina

Landminengefahr in Bosnien und Herzegowina

Unsere Straße führt durch Wälder, Karst und tote Dörfer. Der Weg sollte niemals verlassen werden. Die Menschen, die nach dem Krieg in ihre zerbombten Häuser zurückgekehrt sind, haben gelernt, mit der ständigen Gefahr zu leben.

Landschaft in der Herzegowina

Landschaft in der Herzegowina

Eine unglaublich interessante und abwechslungsreiche Landschaft lässt die ständige Gefahr zu leicht vergessen.

Wasserfälle in der Herzegowina

Wasserfälle in der Herzegowina

Ein Picknick mit Blick auf ein wunderbares Naturschauspiel vertreibt trübe Gedanken und lässt die einzigartige Natur der Herzegowina entspannend genießen.

Mostar (Bosnien und Herzegowina)

Mostar (Bosnien und Herzegowina)

Seit dem Wiederaufbau lebt die Stadt vom Tourismus. In der Nebensaison lässt sich Mostars ambivalente Atmosphäre besonders am Morgen genießen.

Kotor (Montenegro)

Kotor (Montenegro)

Ein morgendlicher Gang zum Ufer der Stadt wirkt erfrischend und entspannend zugleich. Während sich der Nebel allmählich verzieht, blinzelt man den ersten Sonnenstrahlen zwischen den Bergkuppen entgegen.

Der Hafen von Dubrovnik (Kroatien)

Der Hafen von Dubrovnik (Kroatien)

Eine Stadt erstrahlt im Glanz. Selbst in den Gehwegplatten glänzt der Sonnenschein.

Lichter für Vukovar

Lichter für Vukovar

Die Zerstörung Vukovars ist allgegenwärtig. Jährlich werden zum Gedenktag an die Zerstörung der Stadt am 18. November 1991 in ganz Kroatien Lichter der Erinnerung entzündet.

Der Hafen von Split (Kroatien)

Der Hafen von Split (Kroatien)

Sommer, Palmen, Sonnenschein. Ein Sommer im November.

Hinterhof in Trogir (Kroatien)

Hinterhof in Trogir (Kroatien)

Italienisches Flair in den Hinterhöfen einer UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt. Der Sommer scheint hier nie zu vergehen.

Ahoj, liebe Welt, ich bekomme nicht genug von dir!

Add comment November 22, 2009

Zweigeteilt.

Einige Wochen sind seit meinem letzten Beitrag vergangen. Wochen, in denen viel geschehen ist.

Ich fühle mich in dieser wunderbaren Stadt in einem wirklich vielseitigen Land sehr wohl, habe viele liebe Menschen kennengelernt, von denen einige für mich zu FreundInnen geworden sind und meine häufigen Reisen, von denen ich bisher nur wenige dokumentieren konnte, bereichern mein Leben ungemein. we'll meet againGerne möchte ich meinen Aufenthalt hier verlängern, jedoch scheint dies im Moment an der Anerkennung eines bestimmten Kurses an der Universität zu scheitern. Doch noch gebe ich nicht auf.

Nach Prag bin ich mit der Erwartung gekommen, neue Erfahrungen, kreative Ideen und völlig andere Perspektiven kennenzulernen. Diese geballte Portion Leben wird in diesen Tagen zu einer besonderen Herausforderung für mich. Ich lerne, dass das Leben nicht planbar ist und genau dies das einzigartige, manchmal schwer begreifbare, aber eigentliche Geschenk unseres Daseins ist.

Mein Leben empfinde ich seit kurzem als zweigeteilt. Ich fühle mich starken Kontrasten ausgesetzt, aber nicht ausgeliefert. Die extremen Pole, die ein jedes Leben an seinen äußeren Punkten markieren, sind für mich im Moment fixe Konstanten, zwischen denen sich meine Empfindungen abspielen. Doch das sollen sie nicht bleiben. Ich will sie als flexible Punkte empfinden können, die sich immer wieder aufeinander zu bewegen. Ich möchte jedes wechselseitige Gefühl in mir aufsaugen, es wirken lassen und so lange wie möglich in mir speichern können.

Gerade verrinnt die Zeit wie Sand in meinen Händen. Dinge geschehen, ich werde gefangen genommen und wach gerüttelt, erlebe Höhen- aber auch Tiefflüge. Vieles hat sich verändert, weniges ist beim Alten geblieben.VW Bus Wieder einmal hat das Leben mich gepackt. Ein Grund für mich, heute selbst meinen Rucksack zu packen und Reißaus zu nehmen.

Ich breche auf nach Bosnien und Herzegowina, nach Kroatien und Slowenien, mit drei Reisebegleitern und einem VW-Bus, mit Schlafsäcken und dem nötigen Kleingeld in der Tasche. Ich freue mich, mich von allem, was mich derzeit mental fesselt, losreißen zu können und stürze mich spontan und Hals über Kopf ins nächste Abenteuer.

Ahoj, liebes Leben, ich will dich erleben!

1st picture: chaosinjune / license: creative commons
2nd picture: jordanw1985 / license: creative commons

Add comment November 13, 2009


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