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Tagebausee frisst Familienhäuser
Heute Morgen rutschte ein Doppelhaus in den Concordia-See bei Nachterstedt in Sachsen-Anhalt, einem derzeit gefluteten Tagebausee. Zudem stürzte die Hälfte eines Mehrfamilienhauses ein. Drei Menschen werden bislang vermisst.
Laut FOCUS online sind die Ursachen für den heutigen Abrutsch bislang zwar unklar, jedoch werden naheliegende Vermutungen angestellt:
„Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Tagebau-See, der nach dem mittlerweile eingestellten Abbau von Braunkohle zurzeit geflutet wird. Die Ursache für das Unglück stand zunächst nicht fest, ein Zusammenhang mit der früheren Braunkohleförderung wird angenommen.“
24 Menschen im Umkreis des Erdrutsches seien aus ihren Häusern evakuiert worden. Weitere 40 hätten sich selbst in Sicherheit gebracht.
Mich erinnert dieses Unglück an den – sich ebenfalls in einem ehemaligen Tagebaugebiet ereigneten – Erdrutsch in Brandenburg, von dem ich erst letzte Woche berichtet hatte. In Brandenburg wurde der gigantische Erdrutsch ein halbes Jahr lang geheim gehalten. In Sachsen-Anhalt ist dies aufgrund der akuten Gefahr für Menschen offensichtlich und glücklicherweise nicht möglich. Vielleicht werden Energiekonzerne und einige PolitikerInnen nun endlich mal wachgerüttelt.
picture: BK59 / license: creative commons
Add comment Juli 18, 2009




