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Antrittsrede in Gebärdensprache
Helene Jarmer, grüne Abgeordnete im österreichischen Nationalrat, hielt heute ihre erste Rede vor den KollegInnen im frisch gewählten Parlament – in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS).
Unter demTitel „Schreien nützt nichts“ veröffentlichte derStandard.at einen Bericht über Jarmers Einstand, in dem er die humorvoll angelegte Rede der jungen Abgeordneten zu würdigen wusste:
„Jarmer nützte ihre Rede zum Behindertenbericht dazu, ihren Kollegen eine kleine Einschulung in die Gebärdensprache zu geben. Gleichzeitig sandte sie – unterstützt von einer Dolmetscherin – ein Plädoyer aus, behinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben zu ermöglichen.“
Offensichtlich kam Jarmers Lektion in ÖGS sehr gut an. Sie betonte, dass die Gebärdensprache keine internationale Sprache ist, sondern es viele nationale Gebärdensprachen mit dialektalen Varianten gibt und veranschaulichte dies mit Beispielen, die für sympathiekundgebene Lacher seitens der Abgeordneten sorgten.
„Jarmer legte ihre Rede humorvoll an. Den Abgeordneten-Kollegen machte die Grün-Mandatarin gleich klar, dass sie wirklich gar nichts höre: ‘Schreien nützt nichts.’ Nichtsdestotrotz gebe es mannigfaltige Möglichkeiten, mit ihr in Kontakt zu treten: SMS, E-Mail oder auch telefonisch mit Hilfe ihrer Gebärden-Dolmetscherin.“
Nachdem Jarmer über Gehörlosigkeit, Gebärdensprache und Kontaktmöglichkeiten gebärdet hatte, betonte sie, dass sie sich in Zukunft für die Belange aller behinderter Menschen einsetzen wolle.
Ihre ausdrucksstarke Rede kann hier gesehen und gehört werden:
picture: Die Grünen/Katharina Gossow / copyright: Grüne Bundespartei
Add comment Juli 10, 2009




