Archive for Juni 2009
Will You Be There?
Längst weiß es alle Welt: Michael Jackson ist tot.
Was aber längst nicht alle Welt weiß, hat jüngst der Taubenschlag berichtet: auf der für London angesetzten Konzertreihe für den King of Pop sollte ein Kinderchor auftreten. Das Besondere daran war, dass sämtliche Kinder die Gebärdensprache beherrschen sollten, da Jacksons Worte simultan übersetzt werden sollten.
Die Pop-Ikone war für seine Skurrilitäten bekannt. Aber seine Forderung wäre natürlich nicht nur für SängerInnen untypisch, sondern – im doppelten Sinn – eine schöne Geste für Gehörlose gewesen.
Bereits 1993 trat in einer seiner Shows ein kleiner Junge auf, der den Song „Will You Be There?“ teilweise in Amerikanische Gebärdensprache (American Sign Language, ASL) übersetzte. Wer es selbst einmal sehen möchte, kann hier ab 4:43 Min. schauen.
picture: frgdr / license: creative commons
Add comment Juni 30, 2009
Zerbrochener Deutschlandpakt.
Wie die Märkische Allgemeine berichtet, hat die NPD den so genannten Deutschlandpakt mit der DVU aufgekündigt. Dieser sah vor, bei Wahlen Konkurrenzsituationen zwischen den beiden rechtsextremistischen Parteien zu verhindern, um ihre Wahlchancen zu verbessern. Konsequenz für Brandenburg: zur Landtagswahl am 27. September werden sowohl DVU als auch NPD antreten.
Im einstimmigen Beschluss des NPD-Bundesvorstandes vom vergangenen Samstag heißt es, dass die Anfang 2005 von den Bundesparteivorsitzenden von NPD und DVU verkündete Vereinbarung ihre „Geschäftsgrundlage verloren“ habe. Der erst kürzlich von der NPD zur DVU gewechselte DVU-Bundeschef Matthias Faust warf wiederum der NPD Vertragsbruch vor. Allein diese gegensätzlichen Aussagen lassen vermuten, dass die Streitigkeiten beider Parteien tief sitzen.
Das Internetportal www.mut-gegen-rechte-gewalt.de veröffentlichte zwei Presseerklärungen der Splitterparteien, die ziemlich deutlich erkennen lassen, was die Parteien voneinander denken.
Bleibt zu hoffen, dass sich NPD und DVU damit nun endlich selbst ins rechte Abseits manövriert haben.
picture: mackz / license: creative commons
Add comment Juni 29, 2009
Streik lohnt – Nun aber her mit der guten Bildung!
Gestern fanden in der Humboldt-Universität (HU) die Sitzungen des Konzils und des Akademischen Senats statt. Der Akademische Senat (AS) ist eines der höchsten Gremien der HU, dort sitzen das Präsidium und VertreterInnen der Statusgruppen an der Universität. Die wichtigsten Ereignisse sind im Folgenden dokumentiert.
Akademischer Senat unterstützt Kernforderungen der Studierenden
Erster großer Erfolg für die Studierendenschaft ist, dass der AS eine Erklärung beschloss, die die Kernforderungen der Studierenden im Rahmen des Bildungsstreik unterstützt. Damit gemeint sind die Forderungen nach sozialer Öffnung der Hochschule, Abschaffung des Bachelor/Master-Systems in seiner bisherigen Form, Demokratisierung der Hochschule und Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen.
Vier konkrete Anträge der Studierendenschaft
Die Studierenden brachten vier Anträge ein, von denen die ersten drei positiv aufgenommen und – zum Teil modifiziert – verabschiedet worden sind. Die Forderungen lauten nach wie vor:
1. Abschaffung von Funktionsstörungsattesten!
Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen! Konkret ging es hierbei um die unverschämte Praxis, nach der Studierende bisher ÄrztInnen von ihrer Schweigepflicht entbinden sollten, damit diese bei Versäumen einer Prüfung dem Prüfungsamt genaue Symptome anstatt der üblichen Krankschreibung mitteilen konnten.
2. Abschaffung von Anwesenheitslisten!
Der AS verabschiedete den folgenden Wortlaut: „Der Akademische Senat findet es wünschenswert Anwesenheitslisten abzuschaffen. Dies soll in einer verfassungs- und geschäftsordnungskonformen Form bis zum Wintersemester 2009/10 geschehen.“ Da zur Umsetzung dieser Forderung die Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnungen geändert werden müssen, formulierte der AS den Antrag der Studierendenschaft entsprechend um.
3. Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen!
Der AS erkannte die Forderungen der Studierenden an und erklärte:
„Der Akademische Senat beschließt die Überarbeitung aller BA/MA-Studiengänge bis zum WS 2010/11, bei denen dies rechtlich möglich ist und drängt bei jenen, wo dies nicht der Fall ist auf Veränderung (z.B. Lehramt). Die Überarbeitung geschieht unter folgenden Maßgaben:
- Reduzierung des Workloads
- verbesserte Studierbarkeit
- Einführung eines Moduls (mind. 10 SP) „Wahlfreiheit“ (Studium generale) in allen Studienfächern. Umgesetzt werden soll dies in Kommissionen in den Instituten, die zur Hälfte mit Studierenden besetzt sind, sofern solche entsprechenden Gremien noch nicht vorhanden sind.
- Überprüfung der Prüfungsmodalitäten“
4. Jedem Bachelor- ein Masterplatz!
Einzig diesen Antrag lehnte der AS ab. Er sah das Vorhalten von 50 Master-Plätzen für 50 Bachelor-Plätze vor, also die Garantie eines sicheren Masterplatzes für alle BachelorabsolventInnen. Es wurde argumentiert, dass dafür weniger Bachelor-Plätze angeboten werden müssten, daher hatte dieser Antrag leider keine Chance.
Gute Aussichten!
Alles in allem kann sehr wohl behauptet werden, dass der Bildungsstreik erste Früchte trägt! Auf www.hu.bildungsstreik-berlin.de kann die Zusammenfassung der Sitzung des AS nachgelesen werden und auf www.tagesspiegel.de findet sich ein Zeitungsartikel über die gestrigen Geschehnisse.
Fazit: Streik lohnt – Nun aber her mit der guten Bildung!
Add comment Juni 24, 2009
Manche Wochenenden …
… sind einfach unvergesslich!
Gefüllte Paprika mit Kürbis, Spaziergänge durch eine sommerliche Stadt, Frühstückseier und Nutella, die Dreigroschenoper im Berliner Ensemble, Popcorn mit Zucker und Zimt, Fritz Limo mit Melonengeschmack, Element of Crime an einem lauwarmen Sommerabend und die letzten Sonnenstrahlen über den Dächern von Berlin.
Der Sommer in Berlin muss genossen werden!
Add comment Juni 22, 2009
Solidarität mit Bildungsstreik!
Heute beginnt der bundesweite Bildungsstreik. Auch die GRÜNE JUGEND Brandenburg solidarisiert sich mit den streikwilligen SchülerInnen, Auszubildenen, Studierenden und LehrerInnen.
In unserer aktuellen Pressemitteilung erkläre ich:
„Wir kritisieren die soziale Selektion, den zunehmenden Leistungsdruck und fehlende Mitbestimmungsmöglichkeiten der Lernenden, die den Besuch von Bildungseinrichtungen zu einer lästigen Pflichtaufgabe werden lassen. Zudem haben die sogenannten Reformen, die ein Mehr an Privatisierung und Einflussnahme der Wirtschaft bedeuten, in einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe wie der Bildung einfach nichts zu suchen.“
Beim Bildungsstreik geht es nicht nur um Proteste und Verweigerung, sondern um konrete Forderungen, die im Mittelpunkt der Streikwoche stehen. Dazu sagt Clemens Rostock, mein Co-Sprecher:
„Der Großteil der genannten Ziele wie kostenlosen Bildungszugang, selbstbestimmtes Lernen und eine grundlegende Demokratisierung der Bildungseinrichtungen steht schon lange im unserem Programm.“
Wer sich für die Bildungs-Forderungen der GRÜNEN JUGEND Brandenburg interessiert, wird in unserem Grundsatzprogramm fündig.
Add comment Juni 15, 2009






