Archive for April 2008
Raus zum 1. Mai!
Die GRÜNE JUGEND Brandenburg fordert in ihrem Aufruf zum 1. Mai neben dem Ende der Sozialpartnerschaft ein politisches Streikrecht:
Her mit dem politischen Streikrecht!
Während Unternehmer, wie im Falle von Peter Hartz, die Sozialpolitik eines Staates mitprägen und für einen einzigartigen sozialen Kahlschlag verantwortlich sind, haben die ArbeitnehmerInnen keine Lobby. Zwar definieren sich Parteien wie “Die Linke” als Vertreter des “kleinen Mannes”; sich vertreten kann der kleine Mann nur selbst. Es muss in Deutschland endlich möglich sein, auch aus politischen Gründen zu streiten. Wir sprechen uns darüber hinaus auch für ein Recht auf einen Generalstreik aus. Es trifft immer die Richtigen.
Raus zum 1. Mai!
Die GRÜNE JUGEND Brandenburg fordert alle BürgerInnen dazu auf, an den Maidemonstrationen teilzunehmen. Für eine soziale und gerechte Welt. Das Recht auf Teilhabe am Wohlstand dieser Welt ist ein Menschenrecht und gilt für jedeN – überall. Jegliche nationale Beschränktheit lehnen wir ab, denn die Kämpfe für eine bessere Welt sind global.
Wer morgen bewegen, tanzen und mobilisieren will, sollte sich die Maydayparade nicht entgehen lassen. Los gehts um 14 Uhr am Boxhagener Platz in Berlin, Friedrichshain.
picture: Alexbip / license: creative commons
Add comment April 30, 2008
Trauriges Jubiläum
Heute jährt sich der Tag der Katastrophe von Tschernobyl zum 22. Mal: Am 26. April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der bislang schwerste Super-GAU aller Zeiten.
Welche gravierenden Auswirkungen der Unfall unmittelbar nach der Katastrophe hatte, kann im Tschernobyl-FAQ nachgelesen werden:
In der 30-Kilometer-Zone und sogar noch in weiter entfernteren Gebieten traten nach dem Atom-Unfall vermehrt Fälle von Mutationen der Tier-und Pflanzenwelt auf. Blätter veränderten ihre Form, Eichenblätter verloren teilweise ihre Symmetrie, jungen Tannen wuchsen mehrere Kronen, ja sogar ganze Wälder in der Nähe des Kernkraftwerks gingen aufgrund der massiven Strahleneinwirkung ein. Bei Tieren kam es zu immer mehr Fehlgeburten und Missbildungen; Kreaturen mit sechs Beinen, ohne Augen, zusammengewachsenen Extremitäten und ähnlichen Mutationen wurden aus großen Teilen der Ukraine, Weissrusslands und Westrusslands gemeldet.
Dort wird auch beschrieben, wie die BewohnerInnen von Tschernobyl heute leben:
Aktuell befinden sich innerhalb der 30-Kilometer-Zone rund 200 kleine Gemeinschaften, in die überwiegend alte Menschen „zum Sterben“ zurückgekehrt sind. Obwohl das Leben in der Zone eigentlich gesetzlich verboten ist, werden die Rückkehrer stillschweigend toleriert und von der kontrollierenden Miliz manchmal sogar mit wichtigen, den Alltag erleichternden Gütern (wie zum Beispiel Batterien) aus der Stadt versorgt. Kinder dürfen in der Zone allerdings nicht leben. Der Großteil der evakuierten Bevölkerung lebt heute entweder in einem Vorort von Kiew („Klein-Pripjat“), der nach der Evakuierung Pripjats für dessen Einwohner errichtet wurde, sowie in Slawutitsch, einer ebenso kurzfristig erbauten Stadt rund 60 Kilometer vom Reaktor entfernt, in der vor allem jene Menschen mit ihren Familien leben, die bis zur endgültigen Stillegung der Anlage im Dezember 2000 noch im Kernkraftwerk Tschernobyl gearbeitet haben.
pictures: dennis.bittnerowski / licenses: creative commons
1 comment April 26, 2008
CDU will „Gymnasien-Schutzgebiet“
Rettet die Bremer Gymnasien!
… prangt in roten Lettern auf der CDU-eigenen Domain www.gymnasien-schutzgebiet.de. Die Bremer CDU hat sich die Rettung der Gymnasien und damit den Kampf gegen die Einführung der Einheitschule auf die Fahnen geschrieben. Thomas Röwekamp, MdBB und Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion der CDU, begründet die Aktion schlicht:
Kinder haben unterschiedliche Begabungen und brauchen deswegen unterschiedliche Schulen.
Ach ja, vollkommen klar: innerhalb jedes Schultyps bilden die bereits vorselektierten Kinder und Jugendlichen eine homogene Masse und dürfen als leistungsfähiges Humankapital in einem an wirtschaftliche Interessen gebundenen Unterricht den Zielen einer leistungsorientierten Gesellschaft gerecht werden. Deshalb meint die CDU auch:
[...] in der Schule soll leistungsorientierte Förderung schädlich sein? Wir sagen: Nein!
Wenn es nach der CDU ginge, sollten SchülerInnen schon beizeiten selektiert werden. Doch wie kann der Kampf gegen Auslese und Ausgrenzung im Schulsystem gewonnen werden, wenn SchülerInnen nicht das Recht erhalten, möglichst lange gemeinsam lernen und leben zu können? Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) hat bereits in einem bildungspolitischen Beschluss vom April 2007 formuliert:
Der Versuch, Gymnasien zu erhalten, verhindert, dass in den Köpfen von Eltern und LehrerInnen ein Umdenken stattfindet: weg von den mangelhaften Schulformempfehlungen und dem Ideal möglichst gleichförmiger Klassen, hin zu einer Lernkultur, die jedeN mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen annimmt und fördert.
Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND:
Wir wollen eine Schule, die allen offen steht: Leistungsstarken und Leistungsschwachen, Behinderten, Kindern von Reichen und Armen und den Kindern von Flüchtlingen.
Individueller Unterricht und gezielte Förderung von Ausgrenzung bedrohter Gruppen innerhalb der Lerngruppe erlauben, dass jedeR nach eigenen Interessen und Geschwindigkeit lernt und trotzdem keineR den Anschluss verliert.
Denn wir wollen keine SchülerInnensortiermaschine, die die Ausgrenzung und Auslese einzelner SchülerInnen unterstützt und fördert. Wir wollen eine Schule, die allen offen steht!
Add comment April 22, 2008
Erstes Urteil nach 3 Jahren
Vor drei Jahren wurde der Cottbuser Jugendclub „Fragezeichen e. V.“ von ca. 20 brutalen Rechtsextremen überfallen. Im Januar diesen Jahres standen erstmalig zwei der Tatverdächtigen vor Gericht. Jetzt, nach abermals drei Monaten, wurde das erste Urteil gefällt. Die Opferperspektive e. V. erklärt in einer Pressemitteilung:
Der 25-jährige Heiko L. wurde wegen der Teilnahme an dem Überfall und der Beleidigung eines indischen Staatsbürgers zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, der 22-jährige Felix W. wegen des Überfalls zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung. Darüber hinaus muss W. jeweils 200 Euro Schmerzensgeld an die drei Geschädigten zahlen, die als Nebenkläger auftraten.
In der Urteilsbegründung seien vor allem der hohe Organisierungsgrad und das brutale Vorgehen der Gruppe hervorgehoben worden.
Wann und ob den restlichen Tatverdächtigen der Prozess gemacht wird, bleibt offen.
Add comment April 18, 2008
Windstille.
Add comment April 13, 2008







