Archive for Dezember 2007

Angekommen. In Japan.

Japan ist verrückt. Und die Reise dorthin auch. Und wahrscheinlich auch die Leute, die ihre Reiseerlebnisse in eben jenes Land peinlich genau dokumentieren – selbstverständlich zur unbeschreiblichen Freude ihrer Mitmenschen. Deshalb lege ich allen WeltenbummlerInnen, KosmopolitInnen und FreundInnen des schlechten Geschmacks einen Besuch auf „Der Reiseblog! Meine bekloppten Erlebnisse aus Japan.“ nahe. Ein herrlich erfrischendes Erlebnis der bekloppteren Art.

1 comment Dezember 28, 2007

Winterstimmung

Zurück, zu Hause. Ein Blick, ein Moment, ein Gefühl. Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Spreeufer

4 comments Dezember 26, 2007

Zwischendurch

Gerade verweile ich für ein paar Tage im „Hotel Forststraße“. Die Atmosphäre ist angenehm, die Menschen nett und ich selber fühle mich sehr wohl – und das, obwohl, oder gerade weil, ich nur noch selten zugegen bin.

Ich wünsche allen, die sich endlich einmal Zeit für Familie, FreundInnen und sich selbst gönnen, ein paar wundervolle Tage im Kreise ihrer Liebsten!

2 comments Dezember 24, 2007

Signmark. Musik jenseits der Stille.

Gestern durfte ich Marko Vuoriheimo in einem spannenden Gastvortrag erleben. Er selbst ist gehörloser Mitarbeiter der Humak-Universität Helsinki und berichtete über den „Status der Finnischen Gebärdensprache und ihre Auswirkung auf die finnische Gehörlosengemeinschaft“.

Darüber hinaus ist er als Signmark mit seiner Band unterwegs, die sich als Brücke zwischen der Welt der Hörenden und Gehörlosen versteht: er selbst gebärdet zum Sound, den sein DJ einspielt und gleichzeitig rapt ein anderes Bandmitglied den Text in Lautsprache. Die Abstimmung von Sprech- und Gebärdengesang aufeinander erfordert eine besondere Anstrengung, denn Gebärdensprache kann im Gegensatz zur Lautsprache mehrere Informationen parallel übermitteln und erscheint daher zeitlich verknappt.

Wer möchte, kann sich in diesem aus mehreren Clips zusammengestellten Video ein eigenes Bild von Signmark machen.

Add comment Dezember 21, 2007

Bahnsdorf – Flüchtlinge im „Dschungelcamp“

Den heutigen Tag der MigrantInnen nehme ich zum Anlass, um über die menschenunwürdige Unterbringung von Flüchtlingen in Bahnsdorf (bei Cottbus) zu berichten.Dschungelheim Bahnsdorf

Dort leben aufgrund der Sanierung des AsylbewerberInnenheims Sedlitz und dem damit nötig gemachten Umzug derzeit mehrere hundert Flüchtlinge isoliert mitten im Wald auf einem ehemaligen NVA-Gelände.

Warum das Lager auch „Dschungelcamp“ genannt wird, kann aus den folgenden Schilderungen leicht nachvollzogen werden.

Laut The VOICE Refugee Forum ist das Flüchtlingslager Bahnsdorf

eine der Flüchtlingsunterkünfte, die nicht im geringsten den EU-Mindestnormen entsprechen.

Um zum überhaupt erst einmal zum Lager zu gelangen, ist ein langer Fußmarsch von etwa 30 Minuten durch den Wald erforderlich. Dort angekommen, fallen die erschütternden Zustände sofort ins Auge: viele der Flüchtlinge leben zu dritt oder viert in 14 m² großen Containern, Familien leben in kaum größeren Wohnungen auf dem Gelände. Alles in allem ist die Austattung mit gefängnisähnlichen Zuständen vergleichbar.

Die sanitären Einrichtungen in den Containern spotten jeder Beschreibung. Rechtliche Beratung und psychosoziale Unterstützung gibt es praktisch keine. Stattdessen werden die BewohnerInnen von der für ihr restriktives Vorgehen einschlägig bekannten Ausländerbehörde Senftenberg massiv unter Druck gesetzt. Zum Beispiel hat die Ausländerbehörde Senftenberg seit Beginn dieses Jahres so gut wie keine Erlaubnisse zum Verlassen des Landkreises mehr erteilt (‚Residenzpflicht’) – mit der (falschen) Begründung, dass dies im Rahmen des neuen Zuwanderungsgesetzes nur noch in absoluten Ausnahmefällen vorgesehen sei.

Jetzt, im Winter, funktionieren die Heizungen im Lager teilweise nur mangelhaft.

3x4

Auch die medizinische Versorgung wird ausgesprochen restriktiv gehandhabt: So werden etwa vom Facharzt verschriebene Einlagen für Schuhe nur nach nochmaliger Prüfung durch das Gesundheitsamt bezahlt. Zu guter Letzt werden die in Bahnsdorf lebenden Flüchtlinge bei ihrer Ankunft angehalten, eine Erklärung zu unterschreiben, wonach Sie keine Ansprüche geltend machen können, sollten sie durch alte Minen (sic) und andere militärische Hinterlassenschaften außerhalb des unmittelbaren Lagergeländes Schaden erleiden.

Nach diesen katastrophalen Schilderungen erscheint es als Gipfel der Dreistigkeit, ja als eine absolute Farce, dass der CDU-Landrat und das Verwaltungsgericht Cottbus die Zustände in Bahnsdorf für zumutbar halten. Da fehlen mir doch glatt die Worte.

1st picture: flexid2000 / license: creative commons
2nd picture: switch_1010 / license: creative commons

Add comment Dezember 18, 2007

Ansichtssache

Ansichtssache

2 comments Dezember 17, 2007

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