Archive for September 2007

Lacoma und der Konzern

Fuck Vattenfall (Lakoma)Vorgestern führte mich eine Radtour durch die Lacomaer Teichlandschaft zum Tagebau Cottbus-Nord, der scheinbar unaufhaltsam an das Dorf Lacoma heran rückt.

Der Energiekonzern Vattenfall will selbst 2020 noch neue Braunkohlekraftwerke bauen und die Förderung von Braunkohle in der Niederlausitz massiv ausdehnen. Im Cottbuser Nordosten zerstört er damit die etwa 300 Hektar große Lacomaer Teichlandschaft, die sich in über 200 Jahren zu einem bedeutenden Lebensraum entwickelt hat. In ihr leben 170 Tier- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste stehen.

Nach wie vor leisten vor allem junge Menschen erbitterten Widerstand, um gegen Vattenfall zu demonstrieren, durch dessen intensive Lobbyarbeit für den Energieträger Kohle der erwiesenermaßen ökologisch wertvollste Bereich der Stadt Cottbus akut gefährdet ist.

3 comments September 30, 2007

Braune Hetze an Schulen

Alle Jahre wieder sehen sich vor allem Schulen der hetzerischen Propaganda durch NPD-SympathisantInnen ausgesetzt. Nach der „Schulhof-CD“ scheint nun die „Schülerzeitung“ eine Neuauflage des braunen Schmutzes im veränderten Outfit zu sein. Auf http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,506974,00.html kann mensch folgendes über die neonazistischen Hetzblätter lesen:

Ein Artikel widmet sich der „Entvölkerung“ der ostdeutschen Bundesländer, die konsequent „Mitteldeutschland“ genannt werden. Schuld daran seien die EU-Osterweiterung, „die da oben“, oder auch: „das Kapital“.

Auch zum Thema deutsche Geschichte haben die rechten AutorInnen anscheinend etwas zu sagen, wie folgeder Auszug verrät:

Ein nicht genannter Autor schreibt: „Wer weiß denn, daß Hitler vor seinem Einmarsch in Polen verzweifelt versucht hat, den Frieden zu retten?“

Solche und andere geschichtsrevisionistischen Äußerungen haben nirgendwo etwas verloren – weder an Schulen noch anderswo!

Add comment September 26, 2007

Feier eine Papierparade!

Komisch ist es schon, dieses Gefühl, plötzlich keine Arbeit mehr zu haben – FSJ beendet, keine Vorstandsarbeit in der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen mehr: Vor mir liegen anderthalb Wochen blankes Fast-Nichtstun, Freizeit und Entspannung. Letztere kann ich garantiert genießen, wenn ich das Sprudel- und Duftbad ausprobiere, das ich am vergangenen Wochenende als Abschiedsgeschenk erhalten habe. Auf der Verpackung ist immerhin zu lesen:

Feier mit einem Champagner-Cocktail-Bad: Ätherisches Orangen- und Cognac-Öl und eine hübsche Papierparade. In eine Wanne voll warmen Wasser werfen; Sprudel und Duft geniessen.

Wenn das nicht verlockend klingt!

… Und mit dem Buch „Molwanîen. Land des schadhaften Lächelns“ in der Hand, muss das Entspannungsbad einfach eine Erholung der ganz besonderen Art werden.

Add comment September 26, 2007

GRÜNES Wochenende in Niedersachsen

LMV der GJN

Das letzte Wochenende war DER Traum. Wunderbar und einfach toll!

Den Herbstkongress der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen (GJN) habe ich mit sieben weiteren Landesvorstandsmitgliedern zusammen organisiert.

Persönlicher Höhepunkt für mich war meine Verabschiedung als Politische Geschäftsführerin der GJN. Mit einer Träne im Auge und einem Bein in Berlin wurde ich mit Komplimenten für meine Arbeit als „Workaholic“ im Landesvorstand überhäuft und lag kurz darauf den anderen Landesvorstandsmitgliedern im Arm.

Einige Zeit nach dem Prozedere stand plötzlich Helge (scheidender Sprecher) unvermittelt am RednerInnenpult, um spontan vorzuschlagen, mir ein Votum für meine mögliche Kandidatur als Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin zu erteilen. Schließlich sei ich nach Mitwirkung in den Landesvorständen Brandenburgs und Niedersachsens nun geradewegs dafür prädestiniert, in meinem dritten Landesverband kräftig mitzumischen, was bedonders gut mit einem Votum der GJN im Rücken funktioniere. Bei einer Enthaltung (schließlich solle ich doch dem niedersächsischen Landesverband erhalten bleiben) wurde mir dann das unverlangte Votum erteilt. Zwar fühlte ich mich nach dieser Aktion ein wenig überrempelt, aber ich weiß dieses schöne Geschenk des Dankes wirklich zu schätzen und freue mich sehr darüber. Und wer weiß, was die Zukunft bringt …

Wer mehr über den Herbstkongress der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen erfahren möchte, schaue doch einfach mal auf der Seite der GJN vorbei (siehe auch rechte Spalte)!

Add comment September 24, 2007

Beinfreiheit in Steckdosen-Nähe

Gestern war ich mal wieder unterwegs nach Niedersachsen. Der Regionalexpress von Cottbus nach Berlin hatte wie gewohnt Verspätung und in Berlin gings dann, zur Abwechslung mal mit dem ICE, weiter bis nach Hannover. Nicht schlecht. Ich saß also bequem im leicht unterkühlten Großraumabteil, warf ständig einen nervösen Blick auf die Digitalanzeige über meinem Sitzplatz – schließlich muss mensch immer damit rechnen, dass die Anzeige jeder Zeit von „bahn.comfort“ auf „Wolfsburg – Hannover“ umspringen kann und der lieb gewonnene Sitzplatz damit zum surrealistischen Traum verkommt – und genoss großzügige Beinfreihet unterm luxuriösen Tisch in der Dreier-Sitzgruppierung.

Bevor ich meinen bequemen Sitzplatz mit heiß begehrter Steckdosen-Nähe einem anderen Mitreisenden überlassen musste, zog ich schnell meinen Laptop aus der Tasche und platzierte ihn wohlgefällig in der Mitte des geräumigen Tisches. Bereits während ich meinen tragbaren Computer aufklappte, war ich erleichtert über die geringe Anstrengung, meinen Platz gegen eingebildete Krawatten-Träger verteidigen zu können. Herrlich, wie leicht mensch sich auf versnobtes Spießer-Level empor pushen kann. Und das bei läppischen 35,50 Euro Fahrtkosten einem beinahe hinterher geworfenen Schnäppchen gleich kommend, „Business-Atmosphäre“ inklusive. So macht Bahnfahren einfach Spaß …

2 comments September 22, 2007

Osteuropa. StreifZüge.

Nachdem ich im August mein FSJ beendet hatte, wollte ich mir erst einmal Erholung und Abstand vom Arbeitsalltag gönnen. Und wie geht das besonders gut? Natürlich, im Urlaub. Und den macht mensch am liebsten zusammen mit guten FreundInnen. Also, Sachen gepackt und losgefahren!

Zu dritt begaben wir uns auf große Osteuropa-Reise: Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien, wieder Ungarn, Serbien, nochmal Ungarn, Österreich und zum Schluss die Tschechische Republik. Alle Strecken wurden natürlich mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Mitteln des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs zurückgelegt. Es galt, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu sehen.

Das Ergebnis: 7 Länder in 17 Tagen, die Jagd nach dem Abenteuer, Streifzüge durch vielfältige Landschaften und der Gewinn neuer Perspektiven.

Strand in Kolobrzeg (Polen)

Strand in Kolobrzeg (Polen)

Erste Nacht am Strand. Das Zelt hielt unerklärlicherweise Wind und Wetter stand. Belohnung am nächsten Morgen: ein wunderbarer Sonnenaufgang am Meer.

Puszta nahe Tokaj (Ungarn)

Puszta nahe Tokaj (Ungarn)

Warten auf den nächsten Zug. Genuss der Landschaft.

Stadtansicht in Satu Mare (Rumänien)

Stadtansicht in Satu Mare (Rumänien)

Futuristisch wirkende Architektur in schlichtweg sozialistischer Bauweise.

Karlsbrücke in Praha (Tschechische Republik)

Karlsbrücke in Praha (Tschechische Republik)

Prag am frühen Morgen. So leer und ruhig werden die wenigsten BesucherInnen die Karlsbrücke erleben.

Add comment September 19, 2007

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