“Ich bin nicht nur Amerikanerin!”
“Mein Name ist Eliza Diop. Ich bin Senegalesin und Amerikanerin.” Mit diesen Worten beginnt das dokumentarische Porträt über die 19-jährige junggrüne Aktivistin, die sich in zwei Kulturen beheimatet fühlt. Dass das für sie alltägliche Zusammenführen ihrer beiden Identitäten von anderen nicht immer gleich verstanden wird, ist ein Problem, mit dem sie auch auf dem 3. GYG Congress konfrontiert wird. “Ich bin nicht nur Amerikanerin!”, empört sich Eliza.
Mit diesem nachdenklich machenden Porträt ist unserem Kamerateam ein wahres Meisterstück gelungen.
Global? Young? Green?
Wer sind die Global Young Greens und was bedeutet die globale junggrüne Bewegung für dich? Diese Frage beantworteten TeilnehmerInnen am Rande des 3. Kongresses der Global Young Greens in Dakar. Dank unseres spitzenmäßigen Kamerateams ist daraus ein schicker Videoclip entstanden, der die persönlichen Sichtweisen der jungen AktivistInnen wiedergibt:
Der neue Vorstand von GYG
Heute, am letzten Tag des 3. Kongresses der Global Young Greens, wurde der neue Vorstand gewählt. Das sogenannte Steering Committee setzt sich zusammen aus maximal 16 Mitgliedern, die aus den vier Weltregionen Europa, Asien-Pazifik, Amerika und Afrika kommen. Jede Region darf dabei maximal vier KandidatInnen vorschlagen, von denen die Hälfte Frauen sein müssen. Dadurch werden sowohl eine geografische Balance als auch Geschlechtergerechtigkeit gesichert.
Der neue Vorstand der Global Young Greens
Eine persönliche Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder befindet sich hier.
Ich freue mich sehr, als Kandidatin der GRÜNEN JUGEND für die Region Europa ins neue Steering Committee von GYG gewählt worden zu sein und bin gespannt, was die kommenden Jahre bringen werden und in welche Richtung sich unser globales Netzwerk entwickeln wird. Ich danke allen lieben Menschen, die mich auf dem Weg hierher unterstützt haben!
Das Spiel beginnt. Auftakt zum 3. GYG Congress.
Ein ganzes Stadion für einen Weltkongress!
Es ist schon ein wenig schräg, ein ganzes Stadion für die Ausrichtung eines Kongresses zur Verfügung zu haben.
Ich sitze im Foyer des Stadions Léopold Sédar Senghor in Dakar, der Hauptstadt des Senegals, und erwarte gespannt die ersten TeilnehmerInnen des 3. Kongresses der Global Young Greens. Sie kommen aus allen Teilen der Welt und reisen mit einem Koffer unterschiedlichster Erwartungen und Vorstellungen an. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich riesig, die Menschen, die ich zum großen Teil nur durch E-Mails und Telefonate kenne, endlich persönlich kennenzulernen.
Die Ereignisse rund um den Kongress können auf unserem Weblog mitverfolgt werden. Es bleibt spannend!
Party in den Straßen von Dakar
Es ist ein unglaubliches Gefühl, inmitten einer einzigartigen Bewegung von tanzenden, jubelnden und applaudierenden Menschen durch die Straßen von Dakar zu fahren. Ich sitze auf einer riesigen Lautsprecherbox auf der Ladefläche eines LKWs und fahre gemeinsam mit begeisterten AnhängerInnen der Partei FEDES, der Fédération Démocratique des Ecologistes du Sénégal, durch die Hauptstadt des Senegals. Es ist bereits weit nach Mitternacht, doch trotz später Stunde ist El Ali Haidar, der Vorsitzende der Partei, der nun die Aussicht auf einen Ministerposten genießen kann, noch lange nicht erschöpft. Unermüdlich fährt er auf der Ladefläche seines Pick-Ups durch die Straßen von Dakar, tanzt zur lauten Musik und begeistert mit seiner mitreißenden Art auch die vielen Menschen, die spontan unseren Autokorso begleiten und sich tanzend durch die Nacht bewegen.
El Ali Haidar feiert mit den Menschen in Dakar
Für mich ist diese spontane Straßenparty definitiv der Höhepunkt meiner langjährigen politischen Arbeit. Noch nie habe ich eine dermaßen friedliche, ausgelassene und emotionale Feier auf offener Straße erlebt, der unvermittelt junge wie alte Menschen, Mütter und Obdachlose, Kinder und Jugendliche, Großväter mit Gehhilfen und schwangere Frauen mit traditionellen Gewändern beiwohnen. Die Menschen sind fröhlich und beschwingt, winken unserer Demonstration von ihren Balkonen aus zu und lassen jubelnd Flaggen des Senegals im Wind wehen.
Heute hat sich auf einen Schlag vieles in diesem Land verändert. Zwar ist der Senegal eine der stabilsten Demokratien in Afrika und hat in seiner 50-jährigen Geschichte bisher nur demokratische Regimewechsel erlebt. Bei der diesjährigen Wahl stand das Land jedoch am Scheideweg, weil der alte Amtsinhaber Wade verfassungswidrig eine dritte Amtszeit für sich beanspruchen wollte. Nun aber ist alles neu, die Karten sind neu gemischt und die Menschen haben allen Grund, noch bis in die Tiefe Nacht hinein durch die Straßen von Dakar zu tanzen.
picture: www.lupho.de
“Ich bin gerne hier. Das ist meine Chance.”
In meinem gerade frisch veröffentlichten Artikel “Ich bin gerne hier. Das ist meine Chance”, der einen Einblick in die Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung gewährt,
erzählt Karl-Heinz, ein 54-jähriger Beschäftigter, aus seinem Alltag.
Karl-Heinz arbeite gerne in der Werkstatt, wo er immerhin auch alle seine FreundInnen hätte, und könne sich eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gar nicht vorstellen. Warum das so ist, erfahrt ihr im aktuellen SPUNK, der Bundesmitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND.
Die online-Version des Artikels befindet sich hier.
picture: Herr Olsen / license: creative commons









