Was machst du Liebe?

Kaum habe ich das Wintersemester in Prag beendet, stürze ich mich auch schon ins nächste Abenteuer: mein Unterrichtspraktikum an der Střední škola Holečkova (Mittelschule für Gehörlose in Prag). Vier Wochen lang werde ich im Deutsch- und Tschechischunterricht der SchülerInnen hospitieren und auch einige Stunden selbst unterrichten.

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2 comments Januar 26, 2010

Auf nach Budapest!

Wieder einmal begebe ich mich auf einen kleinen Ausflug. Nachdem ich an den letzen Wochenenden immer wieder für Studium und Politik unterwegs gewesen bin, verschlägt es mich in wenigen Stunden nun wieder ganz privat in ferne Gefilde.

Bad Weather in Budapest

Diesmal reise ich nach Budapest. Es ist schon eine Weile her, dass ich dort das letzten Mal war. Nun bin ich gespannt, wie die Stadt im eisigen Januar auf mich wirken wird. Ich freue mich auf drei vollgepackte, intensive und aufregende Tage!

picture: onkel_wart / license: creative commons

Add comment Januar 21, 2010

Der kleine Unterschied.

Eine neue Ausgabe des UNKRAUT, der Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND im Osten, hat unter heftigen vorgeburtlichen Wehen nun endlich das Licht der Welt erblickt. mädchen sind superSie widmet sich dem Thema Gender und liefert spannende Artikel zur Frauen- und Geschlechterpolitik, zum Queer_Feministischen Manifest und zur pädagogischen Perspektive.

Auch ich habe wieder einmal einen Artikel beigesteuert. Mein Beitrag heißt “Der kleine Unterschied” und stellt ein Plädoyer für eine geschlechtergerechte Pädagogik dar – ein Thema, mit dem ich mich bisher privat und auch während meines Studium intensiv beschäftigt habe. Der Artikel befindet sich auf den Seiten 7/8 der aktuellen Ausgabe.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich hier das komplette UNKRAUT ansehen.

picture: me_maya / license: creative commons

Add comment Januar 19, 2010

Bilingualismus in der Tschechischen Republik

An diesem Wochenende fand die 3. Bilinguale Arbeitstagung der Abteilung Gebärdensprach- und Audiopädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Sie stand unter dem Motto „Bilinguale Erziehung und Bildung – 200 Jahre Ausbildung zum Hörgeschädigtenpädagogen in Berlin“ und lud Fachpublikum aus ganz Deutschland und darüber hinaus zu spannenden Vorträgen ein.

Old man (with many hands) teaching Finnish sign language.Vorgestellt wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Forschungsprojekte zur bilingualen Erziehung von Gehörlosen. Außerdem gewährten einige ReferentInnen Einblick in die bilinguale Praxis oder stellten beispielsweise die Gehörlosenbildung Russlands vor. Selbst ich durfte auf dieser bedeutenden internationalen Arbeitstagung einen Vortrag halten – eine große Chance und unheimliche Herausforderung, der ich mich gerne annahm. Meine Präsentation stand unter dem Thema “Bilinguales Leben und Lernen in der Tschechischen Republik”.

In meinem Vortrag berichtete ich zunächst über die allgemeine Situation von Gehörlosen in der Tschechischen Republik, anschließend stellte ich die rechtlichen Grundlagen für bilingualen Unterricht vor, erläuterte individuelle Möglichkeiten in der tschechischen Bildungslandschaft und verdeutlichte am Beispiel der Škola Holečkova in Prag, wie bilingualer Unterricht in der Praxis aussehen kann. I ♥ YouMeinen 30-minütigen Ausführungen folgte eine etwa 15-minütige offene Frage- und Diskussionsrunde, in der ich auf Nachfragen aus dem Publikum einging und von meinen Erfahrungen in Tschechien berichtete. Ich freue mich immer noch sehr über das tolle positive Feedback, das ich im Anschluss an meinen Vortrag erhalten habe!

Nach diesem gelungenen Wochenende, an dem ich den bisher wichtigsten Vortrag meines Lebens halten durfte, freue ich mich schon wieder sehr darauf, zurück in die Tschechische Republik zu fahren und weitere interessante Erfahrungen sammeln zu dürfen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich ein ganzes Jahr in einem besonderen Land verbringen darf, welches mir immer wieder bewusst macht, wie wichtig es ist, Grenzen und Barrieren zu überwinden, um letztlich sich selbst überwinden zu können.

1st picture: gak / license: creative commons
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Add comment Januar 17, 2010

Mehr Phantasie für den Frieden

Nachdem Bischöfin Dr. Margot Käßmann in den letzten Tagen aufgrund ihrer zu Frieden in Afghanistan aufrufenden Predigten mehrfach heftig kritisiert worden ist, wenden sich nun Mitglieder und SympathisantInnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit einem offenen Brief an sie:

“Liebe Bischöfin Käßmann, [...]. Ihnen wird unterstellt, Sie würden es sich zu einfach machen und zudem die Soldatinnen und Soldaten im Stich lassen. Ferner wird in Frage gestellt, ob Sie als Frau der Kirche überhaupt die Berechtigung haben, sich in dieser Deutlichkeit zu einer politischen Frage zu äußern.”

Doch die UnterzeichnerInnen des Briefes verstehen Käßmanns Predigten anders. Sie unterstützen ihre Forderung nach friedlicher Konfliktlösung:

“Wer Gewaltlosigkeit als Strategie zur Konfliktlösung verächtlich macht, verleugnet die Geschichte der Menschheit, in der Großes immer wieder nicht durch Krieg und Gewalt, sondern durch Liebe und Gewaltlosigkeit geleistet und erreicht wurde. [...] Wir sind auf der Suche nach diesen Alternativen. Wir glauben, dass jeder Mensch in seinem Innersten auf der Suche danach ist. Viele konkrete alternative Friedensstrategien sind schon ausgearbeitet worden; meist fehlt es am politischen Willen zu ihrer Umsetzung.”

Aus diesem Grunde soll der Bischöfin Mut gemacht werden, sich auch in Zukunft deutlich zu gesellschaftlichen und politischen Fragen zu äußern.

Wer den Brief ebenfalls unterzeichnen möchte, kann das hier tun.

Add comment Januar 12, 2010

Into The White.

Bahnfahren ist eine schöne Angelegenheit. Ich reise sehr gerne mit dem Zug, da ich dabei aus dem Fenster sehen und mich so von der malerischen Landschaft vor meinen Augen und der klangvollen Musik in meinen Ohren berauschen lassen kann. Der Zusammenklang dieser vielfältigen Eindrücke, die mir auf diese Weise durch durch den Kopf rauschen, stellt für mich eine Entspannung sondergleichen dar.

Besonders beeindruckt bin ich in diesen Tagen von der weißen Schneedecke, die unsere Landschaft gänzlich überzieht. Das zum Teil bis zu einem halben Meter hohe, unendlich rein und unberührt wirkende Weiß scheint alle Farben einzuhüllen und alle Töne verschlucken zu wollen. Bergensbanen Es ist, als ob der weiße Schnee die Welt für einen Augenblick ruhig macht und sie wieder auf ihre Ursprünge besinnen will. Der Zug, der währenddessen in Hochgeschwindigkeit durch das weiße Schneegestöber fegt, wirkt auf einmal wie ein blitzschneller Pfeil, der blind in das endlose Weiß zielt.

Wenn ich in diesem Moment der Höchstgeschwindigkeit in den weißen Himmel blicke, kann ich mich von den wild auf mich zu rasenden weißen Schneeflocken beinahe hypnotisieren lassen. Und dann weiß ich plötzlich wieder, was Glück eigentlich bedeutet.

picture: abbilder / license: creative commons

1 comment Januar 11, 2010

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